LED-Taschenlampe / Tactical Light – kleine Helfer (nicht nur) beim Selbstschutz

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LED-Taschenlampe – kleiner Helfer beim Selbstschutz

Alltagsgegenstände zur Selbstverteidigung

Beim Thema Selbstverteidigungswaffen denken viele erst einmal an Pfefferspray, Schreckschusspistolen oder Elektroschocker. Doch auch vermeintlich unscheinbare Alltagsgegenstände (z. B. Stift, Schlüssel, Taschenlampe) können effiziente Hilfsmittel beim Selbstschutz sein und stehen den bekannten Varianten in nichts nach.

Ein heller Lichtschein muss nicht teuer sein

Wie immer bei der physischen (also körperlichen) Selbstverteidigung gilt auch hier: Jedes Produkt und jede Technik ist immer nur so gut, wie seine Anwenderin sie beherrscht. Die Verlockung ist sicherlich groß, sich im 1-Euro-Shop eine kleine Lampe zuzulegen und sie in den Untiefen der Handtasche verschwinden zu lassen. Leider wiegt man sich damit in eine trügerische Sicherheit, die einem im Ernstfall nicht weiterhelfen wird. Dabei gibt es eine gangbare Lösung, denn auch ein vernünftiges Tactical Light muss nicht teuer sein – zwischen 20 und 40 Euro bist du dabei!

Es werde Licht

Hundertprozentigen Schutz gibt es nicht. Aber mit kleinen Tricks können wir unsere Chancen erhöhen, unangenehmen Situationen unbeschadet zu entkommen. Mit einem Tactical Light (sehr helle LED-Taschenlampe) ist es möglich, potentielle Täter zu blenden – unabhängig von unseren körperlichen Voraussetzungen. Auch als kräftemäßig unterlegene Frauen haben wir gute Karten, ungebetene Personen auf Abstand zu halten. Damit setzen wir sie zwar nicht außer Gefecht, haben aber den Überraschungsmoment auf unserer Seite und gewinnen Zeit zur Flucht. Und Flucht ist immer die erste Wahl!

Blitzlichtgewitter mal anders

Viele Taschenlampen bieten mehrere Modi für unterschiedliche Situationen an. In den meisten Modellen sind es fünf: maximale Lichtstärke, angenehmes Sehen, Energiesparmodus (z. B. für Abendbeleuchtung im Zelt), Stroboskop-Modus und SOS-Modus. Wichtig für die Selbstverteidigung ist neben dem normalen Leuchten der Stroboskop-Modus. Hierbei werden sehr helle Blitze abgesetzt, die beim Blenden im Zwielicht oder bei Dunkelheit effizienter sind als ein konstanter Lichtkegel. Denn diesem passt sich das Auge relativ schnell an – durch den raschen Wechsel zwischen grell und dunkel dagegen, wird ihm diese Möglichkeit genommen.

Die verschiedenen Modi lassen sich bei fast allen Lampen über den Button zum Ein- und Ausschalten am Ende des Griffes bedienen und schalten sich in festgelegter Reihenfolge nacheinander durch. Beim einmaligen Antippen wird die maximale Lichtstärke abgerufen, durch nochmaliges Drücken das angenehme Sehen, dann folgt gedämpftes Licht, Stroboskop und zum Schluss der SOS-Modus.

Schalten wir diese Lampen aus und später noch einmal ein, machen sie im darauffolgenden Modus weiter. Hatten wir also vorher den Stroboskop-Modus, gehen sie im SOS-Modus wieder an. Das ist für mich ein Minuspunkt, da es irritiert und die Gefahr birgt, dass die Vorabeinstellung (das Vorrücken an die richtige Stelle) vergessen wird und die Lampe dann in einer Notlage im falschen Modus anspringt. Doch es gibt auch einige Modelle, die eine Memory-Funktion haben – sie merken sich die letzte Einstellung und führen diese fort.

Ausstattung, Merkmale und Unterschiede

Die eben beschriebenen fünf Modi haben die meisten Modelle gemeinsam. Außerdem werden sie mit einem 18650 Lithium-Akku betrieben. Natürlich können die Lampen auch mit normalen Batterien genutzt werden, allerdings rufen sie dann nicht ihre volle Leistung ab. Oft locken Onlineshops mit billigen Preisen der Lampen selbst. Aber bedenke, dass die Akkus und die entsprechenden Ladestationen oft noch nicht beinhaltet sind und zusätzliche Kosten verursachen. Hier sollten wir bei der Auswahl auf jeden Fall das ganze Paket betrachten.

Es gibt sehr viele Produkte im Angebot mit unterschiedlichen Lichtleistungen (Lumen = SI-Einheit des Lichtstroms), Größen, Formen, Gewichten und Preisen. Doch wie so oft sind auch hier die Teuersten nicht unbedingt die Besten und die vom Hersteller beworbenen Lumengrößen entsprechen häufig eher dem Wunsch als der Realität.

Tactical Light: Auch als Schlagwaffe einsetzbar

Scheitert das Blenden und der Täter rückt uns trotzdem auf die Pelle, haben wir immer noch einen brauchbaren und harten Gegenstand zur Hand, mit dem wir uns zur Wehr setzen können. Wichtig ist natürlich – wie bei fast allen Hilfsmitteln zur Verteidigung – dass der Täter die Lampe nicht selbst in die Hände bekommt und sie gegen uns verwenden kann. Die Funktionsweise ist ähnlich der eines Kubotans. Es gilt, die Vitalpunkte des Gegners zu treffen. Das sind in erster Linie Stellen am Kopf, da der Körper häufig durch Kleidung „verpackt“ und nur beschränkt zugänglich ist. Gezielte Schläge auf Augen, Hals, Ohren und Schläfen können lebensgefährlich sein und sollten nur in Fällen absoluter Notwehr attackiert werden. Die Bereiche über dem Schlüsselbein, rund um die Nase und das Kinn sind ebenfalls schmerzempfindlich, aber nicht lebensbedrohlich. Mehr dazu erfährst du in diesem Beitrag: Beitrag folgt, sobald verfügbar!

Vier Modelle im Test

XP-L2 von WUBEN

Getestet habe ich vier Modelle – mit dem Ergebnis, dass alle ihre Vor- und Nachteile haben. Bevor wir ins Detail gehen noch eines vorab: Mir ist keine dieser LED-Lampen von den Herstellern zur Verfügung gestellt worden. Ich habe sie alle selbst gekauft und bezahlt. Zwei bzw. zweieinhalb davon nutze ich nun selbst – eine für zu Hause, ein „halbe“ für das Auto und eine für unterwegs. Welche das sind?

Nun, es wäre die XP-L2 von WUBEN geworden, wenn sie einen Stroboskop-Modus hätte. Denn ansonsten bietet sie alles, was wir brauchen: Sie ist leicht, handlich und auf höchster Stufe wirklich unfassbar hell. Für 24,99 € (Stand März 2018) ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis – vor allem, da ein Li-Ion-Akku 18650 und ein Ladekabel inklusive sind. Doch ohne „Blink-Blink-Modus“ kommt sie für mich als Hilfsmittel zur Selbstverteidigung leider trotzdem nicht in Frage.

HIILIGHT XM-L T6

Das Modell XM-L T6 von HIILIGHT ist vorn wesentlich breiter und damit besser zum Schlagen geeignet, was aber natürlich nicht den Schwerpunkt einer Lampe darstellt. Sie ist 184 g leicht und hat eine Zoomfunktion, die sich über den Kopf einstellen lässt. Die fünf Modi können wir auch hier über den On-/Off-Button durch leichten Druck durchschalten.

Für aktuell 19,97 € (Stand März 2018) wird die Lampe mit Akku und Ladegerät geliefert. Sie hat alles, was wir brauchen, und bietet damit ebenfalls ein tolles Preis-Leistungsverhältnis. Ich nutze sie selbst beim Joggen und habe zusätzlich eine für alle Fälle im Auto liegen.

KANGORA TF160

Dann haben wir noch die Kangora TF160: Sie kommt einmal im Großformat mit Zoomfunktion und 5 Leuchtmodi daher. Zusätzlich hat sie im Set für insgesamt 39,95 € inkl. Akku und Ladegerät auch noch ihre kleine Schwester dabei, die ebenfalls über einen Stroboskop-Modus, zwei Leuchtstufen und einen Zoom verfügt. Die große Variante nutze ich für zu Hause, da sie mir für unterwegs zu schwer ist. Die Kleine habe ich immer in der Hand- oder Jackentasche.

ThruNite TN12 XP-L

Zum Schluss das Tactical Light TN12 XP-L von ThruNite. Ein echter Gewinn ist hier der separate Knopf zum Schalten der vier Helligkeitsstufen. Um in den Stroboskop-Modus zu gelangen, müssen wir diesen Knopf einfach für ein bis zwei Sekunden gedrückt halten und das Blitzlichtgewitter setzt ein. Da die einzelnen Stufen nicht (wie bei den anderen Modellen) über den On-/Off-Schalter bedient werden, fällt das Durchklicken bis zur richtigen Stelle im Notfall weg. Außerdem ist sie mit 130 g die Leichteste und Handlichste von allen und bis zu zwei Metern wasserdicht – also kein Problem bei Starkregen oder einem ungewollten Bad im Bach. Sie ist mit 39,99 € (Stand März 2018) nicht ganz billig, da hier Akku und Ladegerät zusätzlich gekauft werden müssen. Dafür ist ein Holster für die Befestigung und zum Schutz ist dabei.

Natürlich ist solch eine LED-Taschenlampe nicht nur für die Selbstverteidigung unterwegs geeignet. Bei Notfällen in den eigenen vier Wänden (Stromausfall, Einbruch) wie auch bei jeglichen Outdoor-Aktivitäten (Camping, Wandern, Joggen, Radfahren) ist sie ein wertvoller Helfer. Gerade im Outdoor-Bereich kann es sinnvoll sein, sich ein passendes Holster zuzulegen. Zu befestigen sind diese entweder am Gürtel, am Rucksack, am Fahrrad oder bei entsprechender Vorrichtung auch an der Jacke.

Tactical Lights und Zubehör

Unter den nachfolgenden Links erhältst du weitere Informationen zu den vorgestellten Produkten und dessen Zubehör:

Tactical Light: XP-L2 von WUBEN *
Tactical Light: HIILIGHT XM-L T6 *
Tactical Light: KANGORA TF160 *
Tactical Light: ThruNite TN12 XP-L *
Li-ion-Akku-Ladegerät: iEGrow *
2 x 3,7V Li-ion-Akku 18650 + Ladegerät: Canwelum *
USB Akku-Reise-Ladegerät: Xtar *

* Anzeigen von Werbepartner Amazon -> Datenschutzerklärung

Tactical Lights: Übersicht

Hier findest du eine Gegenüberstellung der Features aller Modelle: Vergleich Tactical Lights.

Noch nicht genug?

Neben dem Tactical Light gibt es noch weitere Möglichkeit, die wir zu unserem Schutz nutzen können. Hier findest du eine Zusammenfassung aller legalen Hilfsmitteln zur Selbstverteidigung: Selbstverteidigungswaffen – ein schneller Überblick

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2018-07-27T12:48:21+00:00April 8th, 2018|Selbstverteidigungswaffen: Pro & Contra|0 Comments

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